Mit dem Škoda Epiq schlägt die Marke ein neues Kapitel im Automobildesign auf. Oliver Stefani, Head of Design Škoda Auto, spricht im Interview über die Vision hinter der neuen Designsprache „Modern Solid“, den Abschied vom klassischen Kühlergrill, die Verbindung von Form und Funktion – und darüber, warum klare Linien, smarte Technik und Zugänglichkeit kein Widerspruch sind. Ein Blick hinter die Kulissen eines Modells, das den Start einer neuen ŠkodaGeneration markiert.

Was war die übergeordnete Vision hinter dem Design des Škoda Epiq?
Mit der Transformation vom Verbrenner zur Elektromobilität ergab sich für uns von Škoda Design die Möglichkeit, mit „Modern Solid“ eine komplett neue Designsprache zu entwickeln.

Welche Geschichte soll der Epiq auf den ersten Blick erzählen?
Mit dem neuen Škoda Epiq haben wir die neue Designsprache Modern Solid erstmals vollständig umgesetzt!

Wie spiegelt sich die „Modern Solid“-Designphilosophie im Epiq konkret wider?
Der neue Škoda Epiq überzeugt mit einer klaren und soliden Formensprache, mit hoher Funktionalität und mit dem für Škoda einzigartigen Charakter.

Welche Elemente waren dir besonders wichtig, um diesen neuen Markencharakter sichtbar zu machen?
Zu allererst war es die wichtigste Aufgabe, das typische Škoda-Gesicht mit dem charaktervollen Grill von den ICE-Modellen in das sogenannte Techdeck der E-Modelle zu transformieren. Die typische Škoda-Linie mit dem Powerdome und dem Škoda-Schriftzug haben wir behalten.

„Modern Solid“: Wie der Škoda Epiq das neue Gesicht der Marke definiert - Blog der AMAG Group AG 1
Škoda Epiq
Fotoquelle: Škoda Auto

Wie lässt sich Design-Progressivität mit einem zugänglichen, preisbewussten Modell vereinen?
Mit der sehr sauber definierten Designstrategie Modern Solid sind bestimmte Leitlinien, Features und eine klare Produktsprache gesetzt, die über die gesamte neue Modellreihen hinweg angewendet werden kann.

Wie viel Freiheit hat ein Designer bei einem Fahrzeug dieser strategischen Bedeutung?
Im Projekt erarbeiten die Designer ihre Ideen und Visionen im Wettbewerb an mehreren Designmodellen. Bei aller gestalterischen Freiheit gewinnen stets die besten, originellsten und überzeugendsten Lösungen!

Wie definierst du und dein Team das „Gesicht“ eines neuen Modells – und was sagt das Gesicht des Epiq aus?
Bezeichnend für den neuen Škoda Epiq sind die Tagfahrleuchten in T-Form ausgeführt. Mit dem Techdeck haben wir uns endgültig vom bisherigen Škoda Kühlergrill unserer Verbrennermodelle verabschiedet und Elektrik/Elektronik klar visualisiert: Ähnlich einem Smartphone haben wir elektronische Elemente wie Videokamera und Frontradarmodul hinter einer schwarz glänzenden Abdeckung integriert.

Welche Rolle spielen nachhaltige Materialien im Epiq und wie beeinflussen sie das Design?
Nachhaltigkeit ist einer unserer Maxime. Es ist eines der Kriterien, welches bei jeder Materialwahl angewendet wird und somit auch das Design deutlich mitbestimmt. Color & Trim und Interior Design arbeiten Hand in Hand zusammen, um die angenehmsten und dauerhaftesten Materialien für die am meisten beanspruchten Flächen und Module einzusetzen. So werden am Cockpit und den Türinserts die synthetische Lederalternative Techtona eingesetzt. Dies wird sich auch in neuen Modellreihen finden lassen!

„Modern Solid“: Wie der Škoda Epiq das neue Gesicht der Marke definiert - Blog der AMAG Group AG 2
Oliver Stefani, Head of Design Škoda Auto
Fotoquelle: Škoda Auto

Welche Impulse setzt der Epiq für zukünftige Škoda-Modelle?
Der Škoda Epiq ist gleichsam der Start für eine komplett neu gestaltete Modellreihe, die sehr solide, funktional und vorallem authentisch sein wird!

Wie verändert sich Autodesign in einer Welt, die zunehmend digitaler und elektromobiler wird?
Diese neuen technischen Anforderungen stellen für uns Designer eine grosse Herausforderung, aber auch Chance dar! Denk einfach an die vielen unterschiedlichen Assistenzsysteme, z.B. die Parksensoren oder Nanoradar, die aufgrund ihrer elektronischen Präzision ganz bestimmte Flächengeometrien erfordern und so auch die äussere Form entscheidend beeinflussen können!

Was hat dich persönlich während dieses Projekts am meisten inspiriert?
Autos aus den 70er und 80er Jahren, wie der Audi 100 Avant oder der Lamborghini Espada, die mit klaren und minimalistischen Formen immer noch sehr zeitlos wirken!

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Weltpremiere Škoda Epiq Schweiz
Fotoquelle: Škoda Auto
„Modern Solid“: Wie der Škoda Epiq das neue Gesicht der Marke definiert - Blog der AMAG Group AG 4
Weltpremiere Škoda Epiq Schweiz
Fotoquelle: Škoda Auto

Wie war für dich der Moment des Reveals – nach Jahren der Arbeit hinter verschlossenen Türen?
Es ist immer ein emotionaler Moment! Die Arbeit des Teams live zu sehen und sie der Welt zu präsentieren, erfüllt mich mit Stolz und Erleichterung!

Wie hast du die Weltpremiere des Epiq in der Schweiz erlebt? Deine Eindrücke?
Die Atmosphäre war toll und enthusiastisch und es ist grossartig zu sehen, wie positiv der Epiq aufgenommen wurde. Ich hatte die Gelegenheit, mit mehreren Gästen zu sprechen, das Feedback zum Design hat das gesamte Team sehr gefreut. Es ist schön zu sehen und zu hören, dass das Design unserer Fahrzeuge Aufmerksamkeit und vor allem positive Emotionen erzeugt!

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