75 Jahre AMAG

amag75.ch erzählt die Geschichte von 75 Jahren AMAG

Es ist Zeit für einen Rückblick auf die aussergewöhnliche Erfolgsgeschichte der AMAG. Die Geburtsstunde im letzten Kriegsjahr, das bewegte Leben von Gründer Walter Haefner, die 68er-Bewegung mit dem ikonenhaften VW-Büssli, die Ölkrise, sportliche Sternstunden, Initiativen und Innovationen. Die Geschichte der AMAG ist auch die Geschichte der Schweiz. Zum 75-jährigen Jubiläum der AMAG werden auf amag75.ch in regelmässigen Abständen die spannendsten Storys und Statistiken publiziert - und ein VW ID.3 verlost.
75 Jahre AMAG

Die Geschichte der AMAG - eine Übersicht

Am 3. Januar 1945 wurde die AMAG wie wir sie heute kennen von Walter Haefner gegründet. Seit ihrem Start vor 75 Jahren hat die AMAG eine kontinuierliche Entwicklung vollzogen. Die Basis dafür war und ist ihr Pioniergeist. Diese Haltung zeichnet die AMAG aus und ist bis heute das Fundament ihres Erfolgs – eine Übersicht.
 
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Der Beginn: die «Neue AMAG»

Walter Haefner übernahm am 3. Januar 1945 vom Konkursamt Riesbach die finanziell ramponierte AMAG Automobil- und Motoren AG und gründete die «Neue AMAG Automobil- und Motoren AG». Seine Vision: hochwertige Automobile in die Schweiz zu importieren. Im Blickfeld hatte er von Anfang an den robusten «Volkswagen».

Der Sitz der «Neuen AMAG» war zu Beginn am Utoquai in Zürich (Foto oben). Doch schon bald reichte der Platz für das wachsende Geschäft nicht mehr aus. 1947 kaufte Haefner deshalb in Schinznach-Bad im Aargau zusätzlich das Gelände einer ehemaligen Zementfabrik und richtete sich dort ein.

 

Teile- und Fahrzeuglogistik: Vorausschauende Standortwahl

Schinznach-Bad war in jenen Jahren das Zentrum der AMAG Aktivitäten. Zusätzlich zur Montage kamen zuerst auch alle fertig importierten Fahrzeuge an den Standort an der Aare. Die VW Käfer gelangten inzwischen nicht mehr auf der Strasse dorthin, sondern per Bahn. Das rasch wachsende Ersatzteillager war auf mehrere Holzhütten verteilt.
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Buchs ZH, ein kleines Bauerndorf

Anfang der Fünfzigerjahre erkannte die AMAG Führung, dass sie handeln musste, wenn sie das Wachstumsmoment weiter nutzen wollte. In einem Pionierakt beschloss sie, das Ersatzteilgeschäft in ein eigenes Zentrum auszugliedern. Die Standortwahl löste Erstaunen aus: Das 1956 eröffnete zentrale Ersatzteillager (heute Teilelogistik Zentrum) wurde in Buchs ZH (Foto unten) realisiert, damals ein kleines Bauerndorf im Furttal, fern von Märkten und Verkehrswegen, aber mit Bahnanschluss. Fragen warf auch der Standort des 1965 für den Import eröffneten Fahrzeuglogistik Zentrums Birrfeld bei Lupfig AG auf, zu dem ein Neuwagen-Parkplatz und später ein grosses Parkhaus gehörten. Doch beide Standorte liegen heute passend inmitten grosser Agglomerationen, direkt bei Autobahndrehkreuzen, und sind an den internationalen Schienenverkehr angeschlossen. Sie ermöglichten der AMAG den frühen Aufbau eines leistungs- und wachstumsfähigen Logistiknetzwerks, ohne welches das Unternehmen seine heutige Marktposition kaum erreicht hätte.
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Aufbau des Absatznetzwerks

Weitblickend agierte die AMAG auch beim Aufbau ihres Absatznetzwerks. 1952 eröffnete sie einen ersten Filialbetrieb in Bern. 1956 folgte in Zürich an der Ueberlandstrasse eine weitere neue Grossgarage (Foto unten). Viele fragten sich, was eine so grosse Garage in den Kartoffelackern ausserhalb der Stadt zu suchen hatte. Doch auch in diesem Fall erwies sich die Standortwahl zwischen dem wachsenden Zürich und dem Flughafen als richtig. Die AMAG Ueberland war bis 2011 das Flaggschiff des Unternehmens. Über die Jahre kamen immer mehr Betriebe in der ganzen Schweiz dazu.
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Kundenbedürfnisse im Fokus

Einen Meilenstein setzte die AMAG 2011 mit der Eröffnung der AMAG Autowelt in Dübendorf. Das bis heute in der Schweiz und ganz Europa einzigartige Konzept vereint den Ver- kauf und die ganzen Aftersales-Dienstleistungen aller Automarken der AMAG für ein grosses Einzugsgebiet unter einem Dach. Rund 100 Millionen Franken investierte die AMAG in das Gebäude, das mit seinen Dimensionen und seinen auch räumlich ineinandergreifenden Prozessen einem Kreuzfahrtschiff ähnelt. Im Fokus stand dabei immer, die Kundenbedürfnisse optimal abzudecken.
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Unterstützung für das Kerngeschäft

Früh erfasste die AMAG auch, dass das Leasinggeschäft ein wichtiges Standbein einer integriert tätigen Autoimporteurin, Autoverkäuferin und Mobilitätsdienstleisterin sein muss. Seit 1980 ist dieser Aufgabenbereich in der AMAG Leasing AG zusammengefasst. Sie verleast Einzelfahrzeuge und Fahrzeugflotten an Privat- und Firmenkunden und bietet darüber hinaus ein umfassendes Dienstleistungsspektrum – von der Tankkarte bis zum computergestützten Fleet Management.

 

Aus- und Weiterbildung seit den ersten Tagen

Die AMAG bildet seit ihrer Gründung Lernende aus. Als erstes Unternehmen der Autobranche richtete sie im Mai 1956 in einem Hochhaus im Zürcher Escher-Wyss-Quartier zudem eine eigene Lehrwerkstätte ein – die sogenannte Werkschule (Foto unten). In der ganzen europäischen Autobranche gab es damals nichts Vergleichbares. Seither sind mindestens 10'000 junge Menschen bei der AMAG in die Berufswelt eingestiegen. Heute ist rund jeder achte Mitarbeitende der AMAG ein Lernender oder eine Lernende. Das Unternehmen hat damit eine der höchsten Ausbildungsquoten in der Schweiz. Viele der Lernenden bleiben beim Unternehmen oder kommen später zurück. Gleichzeitig übernimmt die AMAG mit ihrem Engagement gesellschaftliche Verantwortung.
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Ausbildungscenter in Schinznach-Bad

Neben der Ausbildung legte und legt die AMAG auch grossen Wert auf die Weiterbildung. 1988 zentralisierte sie diese Aktivitäten in einem neu erbauten, damals hochmodernen Ausbildungscenter in Schinznach-Bad, der heutigen AMAG Academy.
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Vorbereitet für die Zukunft

Als AMAG Gründer Walter Haefner 1910 geboren wurde, waren in der Schweiz 2276 Personenwagen registriert – heute sind es rund 4,6 Millionen. Der allergrösste Teil dieses enormen Wachstums fiel auf die Zeit zwischen 1950 und 2000. Die AMAG hat diese Veränderung der Mobilität mitgeformt und ist mit ihr gross geworden. Seit einigen Jahren zeichnet sich nun eine weitere Veränderungswelle ab, die insbesondere von der technologischen Entwicklung im Bereich der Elektromobilität, der selbstfahrenden Fahrzeuge, neuer Mobilitätsangebote sowie von Umweltaspekten getrieben wird. Entsprechend hat die AMAG ihre Vision angepasst. Ihr Ziel ist nun, sich zum führenden Anbieter von nachhaltiger individueller Mobilität zu entwickeln.

Wer in solchen Zeiten der Veränderung mithalten will, muss über entsprechendes Know-how verfügen und agil sein. Mitte 2018 gründete die AMAG deshalb das Innovation & Venture LAB. Sein Ziel ist, Innovationen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln sowie Beteiligungen und Start-ups operativ zu führen.

 

Was liegt in der Zukunft?

Was die Zukunft genau bringt, kann niemand sagen. Doch klar ist: Das Fundament für die Fortschreibung der AMAG Erfolgsgeschichte ist gelegt. Für die Bewältigung der laufenden und anstehenden Veränderungen in der Automobilbranche hat die AMAG gegenüber vielen Mitbewerbenden zudem einen grossen Vorteil: Als Familienunternehmen kann sie schnell entscheiden und doch langfristig planen; und als verantwortungsvolle Arbeitgeberin stehen Ihr motivierte Mitarbeitende zur Verfügung.
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